LEBENSLANG BLAU-GELB

Japan 2014

Hier findet iht einen Reisebericht und Fotos von unseren "Japan-Mädels".




Corinna K., Bianca D., Tamara P., Elisa P., Silke W. (von links)

Hallo/ こんにちは liebe Japan-Mitverfolger, (Konnichiwa)

Ende Mai ging es für uns für zwei Wochen nach Japan, um Handball zu spielen und eine neue Kultur zu entdecken. In dieser Zeit haben wir viel erlebt und wollen unsere Erlebnisse gerne mit Euch teilen. Nach einer sehr langen Anreise wurden wir direkt mit leckerem japanischen Essen in Empfang genommen. Bevor es dann zu Bett ging, wurden die Zimmer bezogen und der 24h Laden um die Ecke sofort unsicher gemacht. Freitag starteten wir mit einem Tagesausflug in das Shopping-Viertel Namba. Die Einkaufsstraßen überwältigten uns mit ihren bunten Farben, Massen an Produkten und der schrägen Musik. Samstag machten wir uns zum ersten Handballtraining und Spiel auf. Das 3h Training mit jungen motivierten und talentierten Japanern/-innen war ein toller Einblick in den japanischen Handball. Während die Männer einen schwierigen Einstieg hatten, war es für die Frauen leichter, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Dank der Gastfreundschaft wurden wir von den Japanern am Abend mit köstlichem Essen verwöhnt. Sonntag ging es erneut in die Halle. Dort durften wir 26 Mädchen und Jungen "trainieren" und ihnen unsere Lieblingsübungen zeigen. Nach dem Training durften wir wieder ran und gegen neue Mannschaften spielen. Die Frauen konnten leider nicht ihre Qualitäten richtig einsetzen und zeigen und verloren das Spiel. Die Männer hingegen hatten einen spielerisch starken Tag. Nach diesem hallenreichen Tag ging es abends weiter auf den legendären Fischmarkt, wo uns die japanischen Mannschaften empfingen. Das Essen war vielfältig: von Thunfisch, Tintenfisch, Garnelen, Rind, Hähnchen bis hin zu Muscheln war alles vertreten. Zufrieden gingen alle ins Bett. Montag war der erste freie Tag. Optional ging es ins Aquarium mit anschließender Riesenrad-Runde und einer Hafenrundfahrt. Einige nahmen das Zepter selbst in die Hand und machten sich auf den Weg nach Umeda, einem Stadtteil von Osaka. Dort gibt es unterirdische Geschäftspassagen, viele, viele Spielhallen, ein Riesenrad auf dem Dach eines Shopping-Centers und zahlreiche Hochhäuser zu bestaunen. Am Abend versammelten wir uns in der Stammkneipe. Es wurde gegessen, getrunken und es wurden die Erlebnisse des verbrachten Tages ausgetauscht. Auch am Dienstagvormittag gab es kein festes Programm und jeder konnte die freie Zeit so gestalten, wie er wollte. Während einige sich im Hotel erholten und entspannten, gingen die anderen zum Shopping oder erkundeten den Stadtteil Sakai entweder zu Fuß oder per Fahrrad. Einige kleinere Tempelanlagen, der Japanische Garten von Sakai und das Daisenryō-Kofun, eines der größten Gräber der Welt, sind nur einige mögliche Anlaufziele gewesen. Neben diesen Sehenswürdigkeiten galt es ebenso einen Einblick in das alltägliche Leben der Japaner zu erhaschen, was einem mit einem Blick in die Seitenstraßen durchaus gelang. Am Nachmittag ging es für das Frauenteam nochmal zu einer Trainingseinheit mit vielen jungen begeisterten Japanerinnen, in der wir nicht nur technische Elemente übten, sondern auch leidenschaftlich Handball spielten. Zum Abschluss des Tages stand etwas typisch Japanisches auf dem Plan: Karaoke. Es wurde viel gegessen, getrunken, gelacht und natürlich auch gesungen. Von Oldies bis Hits und von japanischer bis europäischer Musik war alles vertreten. Für die meisten war es ein gelungener Abend, so dass erst spät ins Bett ging. Doch schon am nächsten Morgen hieß es wieder früh aufstehen, frühstücken und Abfahrt. Denn wir wollten Kyotos Tempel besuchen. Zuerst ging es zum Goldenen Tempel (Kinkakuji Tempel), einem der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten und Touristenmagneten in Japan. Anschließend fuhren wir zum Sanzenin Tempel. Dort war es wesentlich ruhiger und bei einer Tasse Tee konnte sich entspannt und die Anlage genossen werden. Die kleinen Läden und Restaurants auf dem Weg zum Tempel luden zum Souvenirkauf und einer kleinen Stärkung ein. Auch die dritte Tempelanlage (Kiyomizu) lockte wieder viele Menschen an. Wir bahnten uns unseren Weg durch die Massen und konnten aufgrund einer Renovierung leider nicht alles bewundern. Die Holzkonstruktion des Tempels und der Wasserfall mit heilenden Kräften beeindruckten uns jedoch sehr. Bevor es dann zum Bus ging, wurde noch das ein oder andere Souvenirstück erworben, so dass wir glücklich und erschöpft zum Hotel zurückfuhren. Auch der Donnerstag stand ganz im Sinne von Sightseeing. Zuerst ging es zum Sumiyosi Schrein, in dem wir Glückssteine sammelten. Anschließend fuhren wir zur Burg von Osaka, die wir im Eiltempo erklommen. Wir genossen die Aussicht, flitzten einmal schnell durchs Museum und dann ging es auch schon weiter. Nächster Programmpunkt war der Wolkenkratzer Abeno Harukas, der mit 300 Metern und 62 Stockwerken das höchste Gebäude Japans ist. Die gläserne Fassade ermöglichte uns einen sagenhaften Rundumblick über Osaka. Nach einem kleinen Mittagsessen, das entweder in einem kleinen japanischen Restaurant oder in bekannteren internationalen Ketten genossen wurde, hatte man die Wahl zwischen Shopping oder der Besichtigung des Umeda Sky Building, dessen Türme durch Rolltreppen miteinander verbunden sind. An diesem Abend gingen die meisten früh schlafen, denn ein weiterer aufregender Tag stand bevor. Denn Freitagmorgen mussten wir besonders früh aufstehen. Abfahrt war bereits um sechs Uhr. Noch müde und ohne Frühstück traten wir also die fünf Stunden Fahrt nach Hiroshima an. Die meisten von uns schliefen, so dass wir hell wach am Friedensmuseum ankamen. Ausgestattet mit einem Audio-Guide konnte jeder das Museum in seinem eigenen Tempo besichtigen und sich von den traurigen Schicksalen, aber auch der unendlich großen Hoffnung der Menschen berühren lassen. Anschließend wurde noch der anliegende Friedenspark mit dem Atombombendenkmal besichtigt. Nächster Programmpunkt war Miyajima, die Schrein-Insel, die eine der schönsten Landschaften Japans zu bieten hat. Neben dem Schrein an sich und dem Torii, das den Eingang zum Schrein markiert und eines der bekanntes Wahrzeichen ist, gab es auch zahmes freilaufendes Wild zu entdecken und kulinarische Köstlichkeiten, wie z.B. Austern, zu probieren. Das Wochenende stand wieder ganz im Zeichen des Handballs. Am Samstag konnte das Frauen-Team - trotz kämpferischer Leistung - die Partie leider nicht für sich entscheiden. Beim gemeinsamen Abendessen wurde wieder viel gelacht, Freundschaften vertieft und neue geschlossen. Der krönende Abschluss dieses Abends war ein traditionelles kleines japanisches Feuerwerk. Bevor es am Sonntag zu den Spielen in die Halle ging, besuchten wir das Messermuseum in Sakai, wo wir lernten, wie man „Japanischen Kuchen“ (Wagashi) zubereitet bzw. formt. Diese japanische Süßigkeit wird zur Teezeremonie gereicht und ist äußerst süß. Vom Zuckerschock erholt, konnten sich diesmal beide Mannschaften besser präsentieren. Während die Frauen gewannen, überzeugten auch die Männer bei ihrem Unentschieden. Den letzten gemeinsamen Abend mit den Japanern feierten wir mit einem leckeren Buffet, emotionalen Reden und vielen Geschenken. Für alle ging es diesmal später als sonst zu Bett. Am Montag fuhren wir zu den Universal Studios in Osaka, um unseren letzten Tag entspannt ausklingen zu lassen. Viele Fahrgeschäfte wurde getestet, eine Stuntshow besucht und die Live-Musik genossen. Anschließend ging es noch ins Hard Rock Cafe, um T-Shirts zu kaufen und eine Kleinigkeit zu essen. Die zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen und unsere Rückreise stand bevor. Vor der Abfahrt wurden noch einmal die schönsten Ecken Sakais besucht oder Namba beim Shopping unsicher gemacht. Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck machten wir uns schließlich auf die sehr lange Heimreise. Abschließend lässt sich sagen, dass Osaka 2014 einfach eine unbeschreiblich schöne Reise inklusive eines lehrreichen Kulturschocks und neuer Freundschaften war.

Auf Wiedersehen/さようなら ihr Lieben! (Bianca, Elli, Silke, Tamara und Coco) (Sayounara)